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Bericht von Christian Reeves

(English below)

Da wir uns dem Ende des 2. Semesters nähern, stellt sich die Frage: “Wie geht es Ihnen in dieser Zeit?” und ehrlich gesagt, würde ich sagen, dass ich mit gemischten Gefühlen konfrontiert bin.

Auf der einen Seite bin ich sehr dankbar und glücklich, dass ich hier studieren darf. Wie bereits erwähnt, ist dies ein wahr gewordener Traum für mich. Die Tatsache, dass ich hier bin, fühlt sich manchmal unrealistisch an, als ob ich wirklich träume, aber ich weiß, dass es real ist und nicht jeder eine solche Chance hat, wie ich sie bekommen habe, und ich werde sie nicht vergeuden. Auf der anderen Seite muss ich nicht verschweigen, dass Corona und die Auswirkungen der sozialen Distanzierung, das Ausgesperrtsein aus meinem Land, das Online-Studium und der allgemeine Mangel an Möglichkeiten, soziale Kontakte zu knüpfen, dazu geführt haben, dass ich und viele andere sich von Zeit zu Zeit sehr demotiviert fühlen.

Während die Leute über die biologischen Gesundheitsrisiken dieser Pandemie reden, sind sich einige Menschen der Gefahr für die psychische Gesundheit, die diese Pandemie darstellt, nicht bewusst.  Ich würde sagen, dass ich auch heute noch positiv überrascht bin von der Hilfe, die ich erhalten habe und die ich immer noch bekomme, von den Menschen, die immer noch bereit sind, mehr zu tun und mehr zu geben. Diese Dinge zu hören, motiviert mich, auch in den schlechten Zeiten weiterzumachen.

Doch nun möchte ich Sie bitten, mir diesen Gefallen zu tun: Schauen Sie bei Ihren Nachbarn vorbei, fragen Sie sie, wie es ihnen geht, gehen Sie mit ihnen spazieren. Nehmen Sie sich in den nächsten Wochen die Zeit, nach Menschen zu sehen, von denen Sie schon lange nichts mehr gehört haben. Viele Menschen leiden wegen Corona, die meisten von ihnen sind nicht einmal daran erkrankt.

Ich schließe mit einem hoffnungsvollen Blick in die Zukunft: Die Möglichkeiten, soziale Kontakte zu knüpfen, werden langsam aber sicher immer zugänglicher und hoffentlich kann ich und viele andere wie ich, nächstes Semester endlich in einem Hörsaal sitzen und in einer Umgebung mit Kommilitonen lernen, was eine Art Extra-Motivation bieten sollte.

As we come upon the end of the 2nd semester, the question arises, “how are you doing at this time” and honestly, I would say I am faced with mixed feelings.

I am on one hand very grateful and happy to be afforded the opportunity to study here. As aforementioned this is a dream come true for me. The fact that I am here sometimes feels unrealistic, as if I am really dreaming, but I know that it is real and not everyone has an opportunity like the one I have got and I will not waste it. On the other hand, there is no need to hide the fact that Corona and the effects of social distancing, being locked out my country, online learning and the overall lack of opportunity to socialize have caused myself and many others to feel very demotivated from time to time.

While people are stuck talking about the biological health risks of this Pandemic quite a few people are not aware of the danger to mental health this Pandemic poses.  I would say that I am positively surprised even today by the help I have received and the help I still get, by the persons still willing to do more and give more. Hearing these things motivate me to keep pushing on through the down times.

However now I would like to ask you to do me this favor: Check up on your neighbours, ask them how they are going, go take a walk with them. Take the time over the next weeks to check up on people you haven’t heard from in a while. Many people are suffering because of Corona, most of whom haven’t even had it.

I end with a hopeful look into the future: The opportunities to socialize are slowly but surely being made more and more accessible and hopefully next semester I and many other like me can finally sit in a lecture hall and learn in an environment with our peers which should provide some sort of extra motivation.